Die 500 Sm Regatta

28.03.02

Vorstart:

Nun war es soweit, 45 min. vor dem Start zur 500 Sm Regatta Porec - Dubrovnik - Porec.
Getriebe u. Motorgestänge waren verplombt. Ein freundlicher Segler schleppte mich von der Mole weg in das Hafenbecken. Meine sogenannten Gegner hatten fast alle Bavarias und wurden Elektronisch überwacht Daher konnten Sie bis zum 10 min. Schuss fahren.
Irgendwie verschliefen wir (Miche u. Ich) den Start. Als der10 min. Schuss fiel hatten wir nicht mal Wind in den Segeln, geschweige den waren wir in der nähe der Startlinie. Dort gab es mittlerweile Wind, von See her kommend. Als letzte kreuzten wir aus der vorgeschriebenen Nordeinfahrt Porec heraus und trieben das Feld vor uns her. Der Abstand war betraechtig, etwa 4 Seemeilen zum Vorletzten, wie ich aus dem Radar ersehen konnte. Der seitlich einfallende Wind kam mir sehr entgegen und lies den Abstand bis zur Position um 19 Uhr N44 48 57 /E 013 47 64 auf eine ¼ Meile schrumpfen.
Es frischte immer mehr auf. Gesetzt waren Grosser Kluefer, Fock, Schoner und Gross. Der Grosse Kluefer musste zugunsten den normalen Kluefer abgeschlagen werden. Meinen Segelkameraden (Neffen) erwischte bei dieser Aktion die Seekrankheit, aber er hielt sich tapfer, musste aber dann doch in die Koje. Nun spaeter las ich, das es mit etwa 35 Kn geblasen hatte.

29.03.02

Am Morgen zaehlte ich 16 Segel um mich herum. Es freute mich ungemein das ich noch mit dabei war ja sogar mitten drin. Aber Flaute, wechselnde Winde, da blieben bis 10 Uhr 30 auf Position 44 04 73 / 014 15 57 nur noch 5 Segel. Wir waren in der hoehe von DUGI OTOK.
Michael brauchte ne Waermflasche. Tja was will man mehr.

30.03.02

Zaehes vorankommen in der Nacht.
05 Uhr Position N 43 27 / E 015 44 und ich zaehle wieder 4 Segel.
15 Uhr Position N 43 10 / E 016 23 die Teufel - Inseln
24 Uhr Position N42 58 / E 017 01 Einfahrt Peljesac-Kanal
31.03.02 Sollzeit 12 Uhr!
7 Uhr Position N 42 56 / E017 08 Korcula
In 7 Std. 4 Sm, das sagt alles.
"12 Uhr" aus der Wertung, den Motor angeworfen und der durch die ruhige Fahrt wieder halbwegs genesene Michael faehrt gegen Dubrovnik.
21Uhr Ankunft in Dubrovnik, nichts los aber angenehme Lufttemperaturen

1.04.02

Stadtbesichtigung Dubrovnik Anschliessend ein schoenes Essen. Essen, ja, das kann er wieder, der Miche, das laesst hoffen auf die Rueckfahrt.

2.04.02

12 Uhr Start. Da der Spi-Baum nicht mehr an seinen Platz vor dem Mast haengt
Bleibt die Fockschot beim kreuzen immer an einen Klampen haengen.
21 Uhr südlich von MLYET zwischen 5 Segeln. Nun im Cockpit bei einer so schoenen Nacht, mit einem Segel, als Gegner, der immer wieder von hinten auf kommt, man darauf reagiert um ihn abzuwehren. Man fraegt sich warum er den Boden gutmacht. Vor einem sind die andern Segel, wo bei der Abstand auch immer wieder variiert. Ja auch das macht Spass bei einer Geschwindigkeit von 0,5 - 1 Kn. Aber, irgendwie schon etwas Notgedrungen.

3.04.02

7 Uhr endlich wieder ein 3er Wind, es gurgelt wieder.
9 Uhr 30 Position N 42 52 / E 017 02
13 Uhr 30 Korcula suedlich umfahren und jetzt am Westende
24 Uhr Position N43 22 / E 015 45 und somit an Vis vorbei

4.04.02

8 Uhr Position N43 31 / E 015 28
14 Uhr Position N 43 50 / E 015 02 Miche sichtet eine Meeresschildkroete, ja eine recht Grosse sogar. Sie taucht ruhig weg
24 Uhr N44 45 / E 013 20

5.04.02

11 Uhr Position N45 02 / E 013 20 Motor raucht stark blau aus dem Auspuff. Bei Kontrolle viel Wasser im Motoroel.
Nachdem wir uns per Funk abgemeldet hatten, starteten wir gleich durch, nach Monfalcone, um dann per Auto zurueck nach Porec zufahren. Wechselnde Winde zuletzt gar mit einer Bora erreichten wie nach 15 Std am 6.04.02 um 3 Uhr unseren Heimathafen. Vorbei eine anstrengende und lehrreiche Regatta. Leider konnten wir mit all den netten Menschen die wir kennen lernten an deren (unserer) Siegesfeier sowie dem Essen nicht teilnehmen