Korcula 1. Mai 2001 : Hallo Blinde Passagiere
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Bin zur Zeit an einem Steg in der naehe von Korcula. Das Boot angedockt, ich darauf, staune, schaue und traeume wie schoen es da ist.
Das segeln hält mich normal ziemlich fit. Aber wehe ich schieb mal an Lenz (faulsein), so wie die letzten 3Wochen in Milna. So besuchten, Klaus, auf dessen Steg ich jetzt lag und ich, ein paar der Sehenswuerdigkeiten von Brac. Die Steinbrüche mit dem weißen Gesteinsmaterial, aus dem unter andern, das Weissehaus (USA) erbaut wurde (Fassade), eine Kapelle, aus deren Dach ein Baum waechst, abenteuerliche Strassen und sonst noch einiges. Natuerlich wurde das Essen nicht vergessen. Kaffee gab`s reichlich und zu jeder Gelegenheit: Morgen´s und nach dem Essen, ein muss. Man gewoehnt sich daran und ploetzlich bietet es sich ueberall an, in den verschiedenen Haefen, ja sogar auf mehreren Plaetzen in einen Hafen und es gab immer gute Gruende. Die 3 Wochen verflogen wie im Flug, Durch den liederlichen Lebenswandel schliesslich derart geschwaecht, wurde ich sogleich beim naechsten Segeln ordentlich gestraft, womit? Mit einen solchen Muskelkater "so das glei aus war" (fuerchterlich).

Ein Auszug der letzten Tage. Die Strecke: Milna - Korcula

Am 25.04.01 von Milna aus gestartet um nach Vis zusegeln. Anfang`s nur eine leichte Brise die immer mehr auf frischte, zuerst auf 4 (Beaufort) dann 5, im Windschatten der Insel Vis, auf 1-2 Beaufort einzuschlafen, um dann als ich um das Nordost Cape herum kam in der Düse zwischen Vis und Bisevo auf einen 6-7er wieder auf zu Brisen, kreuzen war angesagt, um in den Windschatten der Berge bzw. in den Hafen Komiza zu gelangen. Dort natürlich, nur ein paar verspielte Böen, die einen ruhig anlegen ließen, was soll's.
Viele Italienische Boote sind da. Ein Deutscher aus LL kam gerade nach mir rein, 65 sm über die Adria, mit einen 21" Boot. Hut ab.
Ein nettes Hafenstädtchen. Die Menschen, froehlicher, einfach lebendiger, sahen nicht so verschrumpelt aus wie in Brac aus. Macht wahrscheinlich die italienisch-kroatische Blutmischung aus.
Die Stadt war in 20 min durchlaufen, nachdem ich etwa 4-5 Std gelaufen war hatte ich genug gesehen, Eine Übernachtung hatte ich auch hinter mir.
Die Muskel, naja, aber der Wetterbericht erzählte nur gutes, was will ich noch mehr, da segelte ich rüber nach Bisevo. Dort fand ich eine nette, kleine Bucht. Nicht ungefährlich, da zu klein, aber da Wetterbericht und Wolken (Wolkenlesen) paßten, ankerte ich dort. Wunderschön geschlafen, der nächste Tag voller Vogelgeräusche, ungewöhnlich für Kroatien und ein toller Sonnenaufgang.
Weiter gings nach Lastavo (Titos Insel). Der Wind drehte aber immer mehr weg, normal waeren 40 sm (direkt) zu machen. Als Alternative boten sich an, Korcula oder Susac. Für Susac stand der Wind "günstiger". Naja, ehrlich gesagt nicht, er musste guenstiger stehen den: Der ehemalige militärische Aussenposten interessierte mich. Höhlen und was weiß ich noch koennten da sein. Dem war aber nicht so. Die Ankerplaetze, besten`s geeignet für Panzerschlachtschiffe (aus Österreichs glorreichen Seemanns Tagen), mit Ketten über 100m. Kurzum ich fand keinen guten Platz zum Ankern. Für einen guten Platz hätte ich Krake werden sollen. So viele Arme hätte ich gebraucht, um an den Felsen festmachen zu koennen. Das Festbinden waere ja noch gegangen, aber das losbinden, wenn es eilt und du alleine bist. Tatsaechlich es wurde ernst in der Nacht. Kurz nach Mitternacht, es drehte sich der Wind und ich mußte weg. Weg, weil der Wind rückdrehend war und der ist gefährlich. Um 1Uhr war ich na weg. Kurz war der Schlaf, nun aber lange 33 sm nach Korcula. Angekommen am 28.04.01 ca.14°° da schlief ich na, 18 Std.
Pfird Eich Roman