Ein Auszug der letzten Tage. Die Strecke: Milna - Korcula
Am 25.04.01 von Milna aus gestartet um nach Vis zusegeln. Anfang`s nur eine
leichte Brise die immer mehr auf frischte, zuerst auf 4 (Beaufort) dann 5, im
Windschatten der Insel Vis, auf 1-2 Beaufort einzuschlafen, um dann als ich
um das Nordost Cape herum kam in der Düse zwischen Vis und Bisevo auf einen
6-7er wieder auf zu Brisen, kreuzen war angesagt, um in den Windschatten der
Berge bzw. in den Hafen Komiza zu gelangen. Dort natürlich, nur ein paar
verspielte Böen, die einen ruhig anlegen ließen, was soll's.
Viele Italienische Boote sind da. Ein Deutscher aus LL kam gerade nach mir rein,
65 sm über die Adria, mit einen 21" Boot. Hut ab.
Ein nettes Hafenstädtchen. Die Menschen, froehlicher, einfach lebendiger,
sahen nicht so verschrumpelt aus wie in Brac aus. Macht wahrscheinlich die italienisch-kroatische
Blutmischung aus.
Die Stadt war in 20 min durchlaufen, nachdem ich etwa 4-5 Std gelaufen war hatte
ich genug gesehen, Eine Übernachtung hatte ich auch hinter mir.
Die Muskel, naja, aber der Wetterbericht erzählte nur gutes, was will ich
noch mehr, da segelte ich rüber nach Bisevo. Dort fand ich eine nette,
kleine Bucht. Nicht ungefährlich, da zu klein, aber da Wetterbericht und
Wolken (Wolkenlesen) paßten, ankerte ich dort. Wunderschön geschlafen,
der nächste Tag voller Vogelgeräusche, ungewöhnlich für
Kroatien und ein toller Sonnenaufgang.
Weiter gings nach Lastavo (Titos Insel). Der Wind drehte aber immer mehr weg,
normal waeren 40 sm (direkt) zu machen. Als Alternative boten sich an, Korcula
oder Susac. Für Susac stand der Wind "günstiger". Naja,
ehrlich gesagt nicht, er musste guenstiger stehen den: Der ehemalige militärische
Aussenposten interessierte mich. Höhlen und was weiß ich noch koennten
da sein. Dem war aber nicht so. Die Ankerplaetze, besten`s geeignet für
Panzerschlachtschiffe (aus Österreichs glorreichen Seemanns Tagen), mit
Ketten über 100m. Kurzum ich fand keinen guten Platz zum Ankern. Für
einen guten Platz hätte ich Krake werden sollen. So viele Arme hätte
ich gebraucht, um an den Felsen festmachen zu koennen. Das Festbinden waere
ja noch gegangen, aber das losbinden, wenn es eilt und du alleine bist. Tatsaechlich
es wurde ernst in der Nacht. Kurz nach Mitternacht, es drehte sich der Wind
und ich mußte weg. Weg, weil der Wind rückdrehend war und der ist
gefährlich. Um 1Uhr war ich na weg. Kurz war der Schlaf, nun aber lange
33 sm nach Korcula. Angekommen am 28.04.01 ca.14°° da schlief ich na,
18 Std.
Pfird Eich Roman